Candida auris

ist ein hochresistenter Hefepilz, der vor allem in Krankenhäusern, besonders für immungeschwächte Menschen, und Pflegeeinrichtungen ein ernstes Hygieneproblem darstellt, aber auch in Wohnungen von besiedelten Personen überleben kann. Er ist einer der gefährlichsten invasiven Pilze. Er ist bereits gegen die meisten Desinfektionsmittel resistent. Über die Hälfte aller Erkrankten stirbt an der Infektion, da der Hefepilz oft multiresistent gegen Medikamente ist und schwere Infektionen wie Blutvergiftung verursachen kann, die in vielen Fällen tödlich enden. Der Pilz ist auch deshalb so gefährlich, weil er durch Kontakt übertragen wird, was für Pilze ungewöhnlich ist.

Für gesunde Menschen ist er meist ungefährlich. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft ihn als ernsthafte Bedrohung ein, da er sich leicht über kontaminierte Oberflächen ausbreitet.


Ausbreitung in Wohnungen

Übertragung: Der Pilz wird hauptsächlich durch direkten Kontakt (von Mensch zu Mensch) oder indirekten Kontakt (über kontaminierte Flächen/Gegenstände) übertragen.

Langlebigkeit: Candida auris ist äußerst widerstandsfähig und kann auf Oberflächen – wie Betten, Stühlen, Lichtschaltern oder Türklinken – mehrere Wochen überleben.

Risiko zu Hause: Für gesunde Menschen ist das Infektionsrisiko zu Hause sehr gering. Der Pilz ist primär eine Gefahr für schwerkranke Menschen oder Personen mit geschwächtem Immunsystem, die aus dem Krankenhaus entlassen wurden.

Symptomlose Besiedlung: Personen können den Pilz auf der Haut tragen, ohne krank zu sein (Kolonisation), und ihn dennoch in der Wohnung verbreiten.


Maßnahmen zur Reinigung und Vorbeugung (Häusliches Umfeld)

Handhygiene: Gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife ist der wichtigste Schutz.

Flächendesinfektion: Häufig berührte Flächen (Nachttische, Fernbedienungen, Türklinken) sollten regelmäßig gereinigt werden. Da Candida auris gegen viele Desinfektionsmittel resistent ist, werden oft bleichmittelbasierte Produkte (auf Chlorbasis) empfohlen.


Welche Symptome treten bei Candida auris auf?

Besonders bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem treten dann Wund- und Gewebsinfektionen, Harnwegsinfekten sowie Entzündungen des äußeren Gehörgangs auf. Damit verbunden sind die typischen Symptome einer Infektion wie Schmerzen, Fieber oder Schüttelfrost.


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Erstmals entdeckt wurde Candida auris 2009 in Japan und kurz darauf bereits auf mehreren Kontinenten. Stark betroffen sind neben Indien, Südafrika und Venezuela vor allem die USA. Für das Jahr 2022 wurden dort mehr als 2.000 Infizierte gemeldet.

Quelle: tagesschau